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Gruppentherapie Mannheim Stabilisierung

Das große Ziel des Lebens ist nicht Wissen, sondern Handeln.

— Thomas Huxley

Gruppentherapie: Selbstsicherheit lernen

Selbstsicherheit, Abgrenzung und Selbstbehauptung für Menschen, die ein Trauma erlebt haben

Viele Menschen fühlen sich in manchen Situationen unsicher und verletzlich, das ist völlig normal. Bei von Trauma-Folgestörungen Betroffenen kann das aber besonders große Ausmaße annehmen, weil es so viele Verletzungen, Demütigungen oder Abwertungen gab. In unserer trauma-sensiblen Selbstsicherheits-Gruppe lernen Sie, sich selbstsicher zu verhalten und sich abzugrenzen.

Es fühlt sich für Betroffene zwar oft nicht so an, aber Selbstsicherheit kann man tatsächlich lernen. Und dabei möchten wir Sie mit unserer Gruppentherapie unterstützen. Selbstsicherheit zu lernen kann ein wichtiger Bestandteil des Heilungsprozesses sein. 

Die Unsicherheit kann nämlich zum echten Problem werden, wenn Sie sich deshalb z.B. von Aktivitäten oder Menschen zurückziehen, die Ihnen wichtig sind. Richtig schmerzhaft kann es werden, wenn Sie es durch die alten Muster zulassen, dass Ihre Grenzen erneut überschritten werden. 

Unserer Selbstsicherheits-Gruppe ist Psychotherapie, die Sie gezielt dabei unterstützt, sich abzugrenzen und zu schützen. Da wir unseren Behandlungs-Schwerpunkt auf die Behandlung von Trauma-Folgestörungen legen, besprechen wir in der Gruppe genau die Themen, die für Sie von Bedeutung sind. Zum Teil werden auch Elemente aus dem Sozialen-Kompetenztraining eingesetzt, die manche von Ihnen vielleicht aus einem Klinikaufenthalt kennen. Aber auch diese ändern wir so ab, dass es genau für Sie stimmig ist. Das ist auch deshalb so gut möglich, weil unsere Therapie-Gruppen so klein sind, dass wir sehr gut die Bedürfnisse von jeder/m Teilnehmenden berücksichtigen können.

Allgemeine Informationen über eine Gruppentherapie bei uns (z.B. über die Kostenübernahme) finden Sie hier.

Warum müssen Trauma-Betroffene (oft) Selbstsicherheit lernen?

Typische Symptome einer Trauma-Folgestörung sind z.B. Schwierigkeiten im Umgang mit Gefühlen und Impulsen oder veränderte Wahrnehmungen der Umwelt oder gar der eigenen Person. Viele Betroffene entwickeln auch Misstrauen gegenüber anderen Menschen und sogar gegenüber sich selbst. Das alles ist zutiefst verunsichernd. Diese Verunsicherung kann sich so schrecklich anfühlen, dass Betroffene Strategien zum Selbstschutz entwickeln, die sich vor allem in der Kommunikation mit anderen Menschen bzw. in der Beziehungsgestaltung niederschlagen und langfristig negative Folgen haben können.

Häufige Folgen sind beispielsweise

  • dass wir uns nicht trauen, deutlich Grenzen zu setzen und
  • (auch) dadurch wiederholt Grenzverletzungen erleben,
  • die wiederum Gefühle wie Scham, Schuld, Minderwertigkeit oder Wut verstärken

oder auch

  • dass die Verunsicherung dazu führt, uns extrem abzugrenzen und
  • dadurch kaum Nähe oder Intimität in Beziehungen erleben können
  • und Gefühle wie Einsamkeit oder das Gefühl, nicht verstanden zu werden, zunehmen

manchmal auch

  • dass Gefahrensituationen durch ein „Wegdriften“ zu spät oder gar nicht mehr gespürt werden oder 
  • durch eine Erstarrungsreaktion kein Abgrenzungsverhalten mehr erfolgen kann