Gruppentherapie Traumatische Geburt

Die Zeit kommt aus der Zukunft, die nicht existiert, in die Gegenwart, die keine Dauer hat, und geht in die Vergangenheit, die aufgehört hat zu bestehen.

— Augustinus

Achtsamkeit lernen in einer Gruppentherapie

Achtsamkeit ist ein altes Konzept. Gleichzeitig ist es offensichtlich „in“, jede*r scheint zu wissen, was das ist. Aber was lernt man in einer Achtsamkeitsgruppe eigentlich? Und warum ist das für die Psychotherapie wichtig?

Achtsam sein, bedeutet eigentlich einfach, sehr bewusst im jetzigen Moment zu sein. Und dabei nicht z.B. in die Sorge um Künftiges abzuschweifen oder über Vergangenes zu grübeln. Jede*r der/die das versucht hat weiß, wie schwer das ist. Aber mit etwas Know-How und vor allem mit viel Training können wir alle achtsamer werden. Und so achtsam wie möglich zu sein ist eine richtig gute Basis dafür, ein zufriedenes Leben zu führen. Man kann es auch so sehen, dass wir mit Achtsamkeit ein Gegengewicht gegen Unglücklichsein aufbauen. Mit einer achtsamen Haltung fällt es viel leichter, mit Symptomen umzugehen und sie vielleicht sogar loslassen zu können. Es kann ein entscheidender Aspekt in einer Psychotherapie sein, Achtsamkeit gegen die Symptomatik zu setzen und sie dadurch abzumildern. Das klingt unglaubwürdig, wenn man es noch nicht kennt, aber es stimmt wirklich. Und ja: Man kann wirklich üben und trainieren, mit der Zeit achtsamer zu sein.

In unserer Gruppentherapie „Achtsamkeit“ in Mannheim lernen und trainieren Sie die zentralen Elemente von Achtsamkeit und üben, sie auch in schwierigeren Momenten einzusetzen.

Achtsamkeit in der Psychotherapie

In fast jeder Psychotherapie, die wir durchführen, ist Achtsamkeit ein Thema. Und das meinen wir überhaupt nicht in irgendeinem spirituellen Sinn. Warum ist das so?

Viele von Trauma Betroffene (und andere!) hängen sozusagen in der Vergangenheit fest. Das fühlt sich schrecklich an und führt oft paradoxerweise dazu, dass die Wunden gerade nicht verheilen und die Symptomatik aufrecht erhalten bleibt. Dabei ist es theoretisch ganz einfach – die Vergangenheit ist ja schließlich vorbei. Wirkungsvolle Trauma-Konfrontation (z.B. EMDR) führt meist dazu, dass wir die Vergangenheit endlich loslassen können. Dadurch stellt sich oft von ganz alleine mehr Achtsamkeit, mehr „im jetzigen Moment leben“ ein. Aber was tun, wenn es derzeit keinen Einzeltherapie-Platz in der Traumatherapie gibt? Oder wenn die Traumatherapeutin mit Ihnen entschieden hat, dass eine Trauma-Konfrontation derzeit nicht sinnvoll oder nicht möglich ist (z.B. weil es zu viele offene „Baustellen“ in Ihrem Leben gibt es und Traumatherapie derzeit zu anstrengend wäre)? Dann kann die Achtsamkeitsgruppe eine sehr gute Option sein. Damit können Sie schon jetzt üben, sich von Ihrer Symptomatik weniger bezwingen zu lassen. Und es ist auf jeden Fall ein Baustein, der Ihnen in der Einzeltherapie ebenfalls weiterhilft. Und wer weiß – vielleicht gehören Sie ja auch zu dem Menschen, bei denen genau dieser Baustein auch ausreicht und weitere Therapiesitzungen gar nicht nötig sind?

 

Wie können wir über Achtsamkeit weiterkommen?

Ist es überhaupt möglich, über Achtsamkeit ein Trauma zu überwinden? Braucht man dafür nicht Einzeltherapie?

Was stimmt ist, dass wir in der Gruppentherapie nicht über traumatische Erfahrungen sprechen. Unter anderem, um die anderen Gruppenmitglieder zu schützen. Aber auch, weil wir in der Gruppentherapie sehr gezielt Strategien und Wege erarbeiten, wie Sie achtsamer mit sich umgehen können und wie Sie Ihren Alltag mit mehr Achtsamkeit besser bewältigen können. Gerade wenn Sie z.B. derzeit keinen Platz für eine Einzeltherapie bekommen, kann diese Gruppe ein sehr guter Weg sein, um dadurch einige zentrale Folgen der Traumatisierung aktiv anzugehen.

Ziel der Gruppe „Achtsamkeit“

In dieser Therapie-Gruppe lernen Sie ganz konkrete, auf Sie zugeschnittene Strategien und Wege, um achtsamer mit sich und Ihrem Alltag umzugehen. Wir haben diese Gruppe  für Menschen entwickelt, die traumatische Erfahrungen machen mussten und ie sich nun auf den Weg machen, sich ihr Leben zurück zu holen. Die in einer vertrauensvollen Gruppe mit einer unterstützenden Therapeutin daran arbeiten möchten, dem Trauma weniger Macht im Heute zu geben. Diese Gruppe kann parallel, vor oder nach einer Einzeltherapie sinnvoll sein.

Neben dem konkreten Input geht es in dieser Gruppe aber auch um gemeinsames Üben, um solidarisches Miteinander, um ein sich gegenseitiges Unterstützen. Ihre Therapeutin und die anderen Gruppenmitglieder helfen Ihnen dabei mit ihrem Wissen, ihrer Erfahrung und ihrer Offenheit in vertrauensvoller Atmosphäre.

Termine, Therapeutin und Anmeldung

Ihre Therapeutin: Sara Lessig

Termin: Donnerstags, 13:00. Die nächste Gruppe startet, sobald es genügend Anmeldungen gibt.
Die Therapeutin führt 1-2 Einzelgespräche vorab mit Ihnen. Hier können Sie alle Fragen stellen und besprechen, ob die Gruppe wirklich zu Ihnen passt.

Insgesamt 10 Gruppentermine (à 100 min.).
Gruppengröße: 4 -6 Teilnehmer*innen

Sie möchten sich gleich konkret für die Gruppe vormerken lassen? Tragen Sie sich sehr gerne hier ein:

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