EMDR Intensiv-Therapien in Mannheim

Dreams, if they’re any good, are always a little bit crazy.

— Ray Charles

EMDR-Therapie in Mannheim

Eine Traumatisierung ist keine Erkrankung, sondern eine Verletzung.

Zur Behandlung gibt es inzwischen sehr gute Verfahren, die normalerweise über eine allgemeine Psychotherapie hinausgehen. 

EMDR ist eine davon (Was ist EMDR?): Eine hoch wirksame Trauma-Therapie-Methode, die für die Behandlung von PTBS zur Kassenbehandlung zugelassen ist. Sie kann aber auch bei anderen Trauma-Folgestörungen sehr gute Erfolge erzielen. Sprechen Sie uns gerne an, wenn EMDR eine stimmige Behandlungsmethode für Sie sein könnte.

Bei entsprechender Indikation ist EMDR eine Kassenleistung. Hier finden Sie weitere Informationen zur Kostenübernahme bei EMDR.

Nebenwirkungen von EMDR

Normalerweise ist EMDR sehr gut verträglich und bringt schnelle Entlastung und Erleichterung. Aber wie alle wirkungsvollen Behandlungsmethoden, kann auch EMDR Risiken und Nebenwirkungen mit sich bringen.

So können während und auch einige Zeit nach der Behandlung starke und unangenehme Gefühle empfunden werden. Ebenso kann es eine zeitlang zu unangenehmen Körperempfindungen wie z.B. Schmerzen kommen. Auch vergessen geglaubte Erinnerungen können hochkommen. Meistens ist all das vorübergehend und geht nach ein paar Stunden oder Tagen in eine deutliche Entlastung über. Allerdings kann es in Einzelfällen auch längere Zeit andauern und sich sehr unangenehm anfühlen.

Der Hintergrund für diese Reaktionen ist vergleichbar mit der Heilung einer körperlichen Wunde. Zuerst muss sozusagen der Eiter abfließen. Man könnte sagen, dass die verdrängten und und weggeschobenen Aspekte des Geschehenen ans Tageslicht kommen. Das ist nicht immer einfach, aber es ist notwendig für den Verarbeitungsprozess. Und der führt dann auch zu der deutlichen und dauerhaften Entlastung, die die meisten Menschen nach einigen Tagen spüren.

Ein EMDR-Therapieplan

EMDR wird typischerweise im Rahmen eines ausführlichen Therapieplans eingesetzt, den wir zu Beginn der Therapie gemeinsam erstellen.

Das heisst, es wird ganz sicher nicht passieren, dass Sie in der Praxis ankommen und wir direkt EMDR durchführen. Grundsätzlich handelt es sich bei EMDR um eine umfassende Therapiemethode mit mehreren Elementen:

  • Klärung des Anliegens
  • Erarbeitung der Biografie und Bestimmung der zu bearbeitenden traumatischen Erfahrungen
  • Aufbau von Ressourcen (= Strategien, damit die eigentliche Bearbeitung möglich wird/leichter wird). 
  • Kennenlernen und Einüben der EMDR-Technik 
  • Aufarbeitung der traumatischen Erfahrungen mit EMDR
  • Bearbeitung weiterhin bestehender Symptomatik (z.B. Ängsten) mit EMDR
  • Integration des Erarbeiteten in das heutige Leben

Häufig finden die Sitzungen einer EMDR-Therapie (oder der EMDR-Bearbeitungsphase einer Therapie) nicht wöchentlich statt, sondern in größerem Abstand, dann jedoch oft in Doppelstunden.

Wann eine EMDR-Therapie NICHT sinnvoll ist

Manchmal stellen sich Menschen in unserer Praxis für eine EMDR-Behandlung vor, die wir ablehnen müssen. Der Hintergrund ist manchmal, dass es therapeutisch nicht sinnvoll wäre, weil EMDR zB nach unserer fachlichen Einschätzung nicht geeignet zur Lösung des Problems ist. Aber es gibt auch andere Aspekte. So kann es sein, dass EMDR zwar eigentlich eine passende Methode sein könnte, aber der/die Patient*in derzeit keine geeigneten Rahmenbedingungen hat. Es braucht nämlich eine einigermaßen stabile Lebenssituation und Umfeld als Gegengewicht für die die Belastung, die eine EMDR-Therapie für einige Zeit bedeuten könnte.

Es könnte z.B. sein, dass existenzielle Sorgen (z.B. um den Arbeitsplatz, gesundheitlich oder finanziell) bewältigt werden müssen. Dann geht es darum, zuerst einmal die Basis zu schaffen. Erst dann kann an eine so psychotherapeutische Behandlung gedacht werden.

Wenn jemand in der Vergangenheit schon so schwere emotionale Krisen erlebt hat, dass die Gefahr eines Suizids oder von Aggressionen anderen gegenüber im Raum stand, muss zuerst sicher gestellt werden, dass sich dies durch eine EMDR-Behandlung nicht wiederholt. Erst dann kann überlegt werden, ob EMDR die richtige Methode ist.

Und last but not least: EMDR ist eine Methode, bei der intensive Emotionen, Körpergefühle oder Erinnerungen aktiviert werden können. Dafür muss man bereit und offen sein. Wenn nicht, können andere Methoden der psychotherapeutischen Arbeit sinnvoll sein, um z.B. zunächst an der Emotionstoleranz zu arbeiten.

 

Intensive EMDR-Therapie

Eine der Möglichkeiten, die uns für die EMDR-Arbeit zur Verfügung steht, ist intensive EMDR-Therapie. Das bedeutet, dass der Therapieplan in kurzer Zeit durchgeführt wird. Dabei werden typischerweise mehrere Sitzungen in einem kurzen Zeitraum durchgeführt, z.B. 2×3 Sitzungen in einer Woche. Die gesamte Behandlung umfasst dabei insgesamt meistens nicht mehr Sitzungen, als in einer Kurzzeittherapie möglich sind (12-24 Sitzungen à 50 Minuten). Das kann richtig viel bringen, da man so die Symptomatik oft sehr viel schneller bewältigen kann (dies gilt zumindest für PTSD).

Die Behandlung muss allerdings gut geplant werden: Am Besten nehmen Sie dafür Urlaub. Auch eine ohnehin bestehende Krankschreibung kann ein guter Hintergrund für eine intensive EMDR-Behandlung sein. Aber auch Ihre Behandlerin muss viel Zeit zur Verfügung stellen, was einiges an Vorlauf und Planung von der Praxis aus bedeutet.

Wann eine intensive EMDR-Therapie sinnvoll ist

  • Sie haben ein stabiles Umfeld und keine derzeitigen Konflikte/Belastungen (laufende Gutachten oder Prozesse, drohende Arbeits- oder Wohnungslosigkeit, Partnerkonflikte) und
  • sind auch psychisch soweit stabil, so dass z.B. keine Suizidalität oder Fremdaggression im Raum steht
  • Sie haben einen gewissen Zeitraum zur Verfügung (zB Urlaub oder Krankschreibung), in dem Sie intensiv an der Thematik arbeiten können
  • Sie haben schon psychotherapeutisch gearbeitet und kennen Strategien, um sich emotional zu regulieren
  • Eine intensive EMDR-Phase kann übrigens auch dann sinnvoll sein, wenn Sie sich in einer laufenden Psychotherapie befinden. Sie können dann mit Ihrer langfristigen Therapeut*in entscheiden, für eine EMDR-Therapie zu pausieren und anschließend weiter zu machen. Dies erfordert allerdings eine enge Zusammenarbeit zwischen Ihrer langfristigen Therapeut*in und uns, was von uns aus sehr gerne angeboten wird.

 

Vorgehen bei einer intensiven EMDR-Therapie

Eigentlich ist das Vorgehen nicht viel anders als bei einem konventionellen therapeutischen Rhythmus von 1 Sitzung pro Woche. Zunächst führen wir ein Vorgespräch, in dem wir Ihre Therapieziele, den Anlass des Therapiewunsches und unsere Passung gemeinsam überprüfen. Wenn wir übereinstimmend entscheiden, dass eine intensive EMDR-Therapie gut zu Ihnen passen würde, planen wir die Diagnostik und die Therapiephase.

Darunter verstehen wir, dass wir uns ein gutes Bild von Ihrer Symptomatik, aber auch Ihrem Hintergrund und Ihrer Biografie machen. Außerdem fällt die Erarbeitung Ihrer individuellen  „Traumalandkarte“ in die Diagnostikphase. Vermutlich werden wir dafür eine Einzel- und eine Doppelstunde brauchen. Die Diagnostik ist die Grundlage dafür, dass wir die Therapie dann zielgenau und passend planen können.

Erst danach können wir endgültig einschätzen, ob eine EMDR-Therapie und auch eine intensive EMDR-Therapie das Richtige für Sie ist und wie viele Sitzungen Ihrer EMDR-Therapie vermutlich in Anspruch nehmen wird. Wenn wir eine EMDR-IntensivTherapie empfehlen können und Sie es dann auch immer noch möchten, kann es an die Terminfindung gehen.

Die Kosten für intensive EMDR-Therapie

Da EMDR inzwischen bei der Behandlung von Trauma-Folgestörungen bei Erwachsenen durch die Krankenkassen anerkannt ist, sollte eine Kostenübernahme auch bei einem intensiven Behandlungsplan möglich sein. Bitte überprüfen Sie das aber bitte vorab mit Ihrer Kasse. Hier finden Sie weitere Informationen zu den Kosten einer EMDR-Therapie.

Bei Therapien mit verschiedenen Therapeut*innen (zB bei einer „ausgelagerten“ EMDR- Intensiv-Therapie) müssen Sie die Kosten vermutlich privat tragen. Absprachen mit den Kassen sind allerdings möglich. Sollten Sie Mitglied des AOK-Facharztvertrags sein, ist die Kostenübernahme normalerweise unproblematisch auch in diesem Fall möglich.

Terminvereinbarung

Zur Vereinbarung eines Erstgesprächs melden Sie sich bitte über unsere Telefonsprechzeit (hier) und sagen direkt, dass Sie wegen eines Termins zur intensiven EMDR-Therapie anrufen.

Sie können sich aber auch gerne über dieses Formular bei uns melden. Wir rufen Sie zurück, wenn wir Ihnen einen Termin anbieten können.

Datenschutz

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