Traumatische Geburt verarbeiten Gruppentherapie

Wie mutig man ist, weiß man immer erst nachher.

— Ludwig Marcuse

Gruppentherapie: Eine traumatische Geburt verarbeiten

Eine Geburt kann eine schmerzhafte und traumatische Erfahrung sein. Normalerweise treten die belastenden Eindrücke allmählich wieder in den Hintergrund, wenn das Baby dann da ist. Manchmal kommt es aber zu Traumatisierungen, die so schwerwiegend sind, dass sie auch lange nach der Geburt nachhallen. Das kann zu einer enormen Belastung für die psychische Gesundheit der Mutter und für die Mutter-Kind-Bindung werden. Neben einer depressiven Symptomatik können sich auch andere Symptome entwickeln (z.B.emotionale Taubheit, Ängste, Schlafstörungen, Wiedererleben der schlimmsten Momente). Die Beeinträchtigung der Mutter kann sich zusätzlich belastend auf die Entwicklung des Kindes auswirken. Bei einem Teil der Betroffenen verblasst die Symptomatik nach einigen Monaten, bei anderen kann sie aber über Jahre andauern und die gesamte Familie deutlich belasten.

Wenn Sie betroffen sind und an der Gruppe teilnehmen möchten, melden Sie sich am Besten direkt über das Formular unten auf dieser Seite an, wir melden uns dann für eine Terminvereinbarung zum Vorgespräch bei Ihnen.

Allgemeine Informationen über eine Gruppentherapie bei uns (z.B. über die Kostenübernahme) finden Sie hier.

Gruppentherapie „Wege aus dem Geburtstrauma“

Die Gruppe bietet die Möglichkeit, in einer wertschätzenden Atmosphäre die belastenden und/oder überfordernden Geburtserfahrungen schonend und nachhaltig zu verarbeiten. Wichtig ist uns, dass wir zum Schutz der anderen Gruppenmitglieder nicht in der Gruppe über die Details der Geburt sprechen. Wir nutzen zur Verarbeitung das sehr wirkungsvolle traumatherapeutische Verfahren EMDR. EMDR ist wissenschaftlich anerkannt und wird z.B. von der WHO als eines von zwei Verfahren zur Traumatherapie empfohlen.

Wir wenden hier ein spezielles EMDR-Verfahren im Gruppensetting („G-TEP“) an, das die Verarbeitungstiefe und Wirkung einer individuellen EMDR-Trauma-Arbeit erreicht. Auch wenn es zunächst schwer vorstellbar erscheint: Die Traumainhalte können dabei individuell verarbeitet werden ohne die belastenden Erinnerungen mit der Gruppe zu teilen. Gleichzeitig bietet die Gruppe einen vertrauensvollen Halt und die Gewissheit, mit der Erfahrung und deren Auswirkungen nicht alleine zu sein.

Als wichtige Grundlage für die Traumaarbeit erlernen die Gruppenmitglieder zunächst eine Selbstberuhigungstechnik, die gut auch außerhalb der Gruppe anwendbar ist und schnelle Erleichterung bringen kann.

Ziel der Gruppe

Eine gelungene Verarbeitung einer traumatischen Erfahrung bedeutet, dass die Erinnerung allmählich verblasst, dass Symptome nachlassen oder verschwinden – und manchmal sogar, dass man an dem Geschehenen wächst. Das Ziel dieser therapeutischen Gruppe ist es, Sie dabei zu unterstützen, Ihre traumatische Geburtserfahrung in diesem Sinne zu verarbeiten.

Ein weiteres Ziel ist es, Ihnen dadurch zu ermöglichen, (wieder) für Ihr Kind, Ihre Familie, Ihre*n Partner*in – und nicht zuletzt für sich selbst so da sein zu können, wie Sie es möchten.

Für wen ist die Gruppe geeignet?

Die Gruppe ist für Frauen geeignet, die innerhalb der letzten Jahre ein traumatisches Ereignis (oder mehrere) in Bezug auf die Geburt ihres Kindes/ihrer Kinder erfahren haben und die immer noch darunter leiden – obwohl „eigentlich“ alles gut gegangen und das Kind soweit wohlauf ist.

Termine, Therapeutin und Anmeldung

Ihre Therapeutin: Josephin König

Termin: Donnerstags, 17:30. Die nächste Gruppe startet, sobald es genügend Anmeldungen gibt.
Die Therapeutin führt 1-2 Einzelgespräche vorab mit Ihnen. Hier können Sie alle Fragen stellen und besprechen, ob die Gruppe wirklich zu Ihnen passt.

Insgesamt 4 Gruppentermine (à 100 min.).
Gruppengröße: 4 – 6 Teilnehmer*innen

Sie möchten sich gleich konkret für die Gruppe vormerken lassen? Tragen Sie sich sehr gerne hier ein:

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