Traumatherapie Gruppentherapie

Was hinter uns liegt und was vor uns liegt ist ziemlich unbedeutend gegen das, was in uns liegt.

— Ralph Waldo Emerson

Gruppentherapie: Gefühle Zulassen

Gefühle wieder zulassen zu können, ist ein wichtiger Schritt in der Traumatherapie

Nach belastenden Lebenserfahrungen kann es passieren, dass wir entweder keinerlei Zugang mehr zu unseren Gefühlen haben (emotionale Taubheit, Depressivität) oder starke Schwankungen in unserer Gefühlswelt erleben, manchmal fühlt sich das an wie eine emotionale Achterbahn. Darüber hinaus erleben viele Betroffene intensive Gefühle von Schuld und Scham. All das ist sehr verständlich und nachvollziehbar, nach allem, was passiert ist.

Wenn wir keine Gefühle zulassen können, fehlt uns aber ein wichtiger Kompass im Leben, die Lebensqualität leidet. Oft entladen sich Gefühle dann auch ganz plötzlich und für sich selbst und andere oft erschreckend, z.B als Wutausbruch oder Weinkrampf. Wenn wir damit beginnen, Gefühle wieder zuzulassen, kann sich das fremd und ungewohnt anfühlen. Vielleicht sogar, als nicht zu uns passend. Manchmal kommen zuerst Gefühle hoch, die nicht angenehm sind oder mit denen wir scheinbar nicht umgehen können. Aber Gefühle zuzulassen kann man lernen. Und ganz allmählich können wir dann unsere Gefühle in ihrer Gesamtheit wieder zulassen – und damit einen neuen Zugang zu uns selbst finden.

Allgemeine Informationen über eine Gruppentherapie bei uns (z.B. über die Kostenübernahme) finden Sie hier.

 

Warum kann ich keine Gefühle zulassen?

Wenn uns etwas widerfährt, das sehr schlimm ist oder das uns überfordert hat, verändert uns das. Wenn man so will, beschließt eine Instanz in uns, dass uns das nicht noch einmal passieren soll. Dass wir nie wieder soviel Leid erleben sollen.

Das ist natürlich total nachvollziehbar und auch richtig. Das, was passiert ist, soll und darf tatsächlich nicht noch einmal passieren. Dafür ist es wichtig, sich in Sicherheit zu befinden (oder zu bringen) und alles zu tun, dass es zu keiner Wiederholung kommt. Leider hat die innere Instanz, die nach einer Traumatisierung wieder für Sicherheit sorgen will (und soll) aber nicht den ganzen Überblick. Sie glaubt, dass unsere Gefühle selbst (der Schmerz, die Verzweiflung, die Angst etc) das Problem waren und versucht sie deshalb wegzudrücken. Dabei waren diese Gefühle die ganz normalen und gesunden Begleiterscheinungen und nicht die Ursache. 

Wie kann man denn nun Gefühle wieder zulassen?

Das ist eine sehr gute Frage. Aber leider keine, die man auf die Schnelle und allgemein beantworten kann. Vielleicht aber soviel: Es gibt ein paar Dinge, die man dazu lernen kann (z.B. welche Gefühle eigentlich jeder Mensch hat, egal ob er/sie sie spüren kann oder nicht), warum sich manche von uns angewöhnt haben, Gefühle zu verdrängen oder zu unterdrücken. Aber dann gibt es auch einiges, was man selbst erfahren muss, um eine Veränderung in Gang zu bekommen. Zum Beispiel, wie es sich tatsächlich anfühlt, ein bestimmtes Gefühl zu haben (von dem man vielleicht lange dachte, man hat es gar nicht). Beide Aspekte – das Lernen und das Erfahren – sind wichtige Elemente unserer Gruppe „Gefühle zulassen“.

Ziel der Gruppe „Reise zu den Gefühlen“

Ziel dieser Gruppe ist es, die sinnvolle Funktion einiger, bei Traumafolgestörungen besonders relevanter Gefühle (wieder) zu entdecken, diese Gefühle zulassen zu lernen und dafür hilfreichere Wege im Umgang mit ihnen zu finden.

Termine, Therapeutin und Anmeldung

Ihre Therapeutin: Sara Lessig

Termin: Donnerstags, 13:00. Die nächste Gruppe startet, sobald es genügend Anmeldungen gibt.
Die Therapeutin führt 1-2 Einzelgespräche vorab mit Ihnen. Hier können Sie alle Fragen stellen und besprechen, ob die Gruppe wirklich zu Ihnen passt.

Insgesamt 8-10 Gruppentermine (à 100 min.).
Gruppengröße: 4 – 6 Teilnehmer

Sie möchten sich gleich konkret für die Gruppe vormerken lassen? Tragen Sie sich sehr gerne hier ein:

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